GANSL GEBRATEN

"Martinigansl" nicht nur im Burgenland am 11. 11. Tradition!

Zutaten für 4–6 Personen:
1 Weidegans (ca. 4 kg inkl. Innereien)
1 gestrichener Teelöffel schwarzer gemahlener Pfeffer
2 gestrichene Teelöffel Salz
3 gestrichene Teelöffel Majoran getrocknet
ca. 1 L Ganslsuppe
Traditionell auch ein kleiner Stamm getrockneter Beifuß, geht auch ohne, falls kein Beifuß zu kriegen ist.

OBACHT: Aus einem „Industriegansl“ wird auch nur ein gebratenes „Industriegansl“! Die Lösung ist das Weidegansl vom Bauern, kostet vielleicht ein wenig mehr, zahlt sich aber 100 x aus!
Das  Backrohr auf 220°C Ober /Unterhitze vorheizen.

Die äußersten Flügel beim Gansl abschneiden und in die Pfanne legen. Sie dienen als „Ganslträger“, denn die Brust des Gansls sollte beim Braten nicht am Pfannenboden aufliegen.

Das „Ganslgewürz“: Nur Salz, Pfeffer und Majoran, mehr braucht‘s nicht, in einem Gefäß gut verrühren und das Gansl innen und außen damit kräftig einmassieren. Das Gansl mit der Brustseite nach unten auf die „Ganslträger“ in die Pfanne legen.

OBACHT: JETZT DER FRÖHLICHE TEIL: Man nehme eine leere, von den Etiketten befreite und gereinigte Bierflasche und schiebe sie dem Gansl in den Arsch. Es ist leider nicht schlüssig zu erklären, aber das hat schon Oma so gemacht und das Gansl wird durch diesen Trick wesentlich saftiger und auch schneller durch.

Mit ca. 3/4 L der Ganslsuppe aufgießen (nicht über das Gansl), zwei Apfelhälften mit der Schnittseite nach unten in die Suppe legen und wenn vorhanden mit einem Zweig Beifuß würzen. Jetzt ab ins Rohr damit! Die Bratzeit ist abhängig vom Gewicht.

BRATZEIT: Pro Kilogramm Gansl (ohne Innereien) gilt als Faustregel ca. 40 bis 45 Minuten Bratzeit, in unserm Fall 3 kg, also 120 Minuten = 2 Stunden.
TEMPERATUR: Das Gansl bei 220°C einschieben und nach ca. 20 Minuten die Temperatur auf 160°C reduzieren. Bei der HÄLFTE DER BRATZEIT das Gansl umdrehen und es so mit der Brustseite nach oben fertigbraten, dabei hin und wieder mit dem Bratensaft übergießen.

Danach die Bratpfanne aus dem Backrohr nehmen, das Backrohr abschalten und das Gansl auf einem Teller wieder für 10 Minuten ins Backrohr schieben, das gibt dem Gansl Zeit, sich zu entspannen, das Fleisch wird noch zarter.
DER GANSLSAFT: Mit einer Spachtel alle Bratrückstände vom Pfannenboden lösen und den gesamten Saft durch ein Sieb in einen passenden Topf befördern.

Mit einem kleinen Schöpfer ungefähr die Hälfte des ausgebratenen Fetts abschöpfen. Den Saft jetzt mit 1/4 L klarer Ganslsuppe aufgießen und auf mittlerer Flamme auf ca. die Hälfte einkochen lassen, jedenfalls bis zu einer sämigen Konsistenz.

Das Gansl mit Erdäpfelknödel und Rotkraut servieren.